Einträge von Dr. Bernd Kaßebaum

Editorial: Was Leserinnen und Leser von dieser Ausgabe erwarten dürfen

Mit dem Schlagwort der „Künstlichen Intelligenz“ erhält die Diskussion über Ursachen und Folgen der Digitalisierung einen neuen Schwung. Auf Betriebe und Gesellschaft kommt eine neue Debatte zu. Dabei wurde schon vor Jahrzehnten über künstliche Intelligenz geschrieben und geforscht. Wir haben in den letzten Jahren allerdings erfahren und gelernt, dass zu unterscheiden ist zwischen dem, was versprochen und angekündigt wird, und dem was tatsächlich an realen Veränderungen zu erwarten ist bzw. sich aufgrund bestimmbarer sozialer und ökonomischer Rahmenbedingungen und Interessen in Betrieben und Gesellschaft durchsetzen wird.

Editorial: Für eine neue Kooperationspraxis

Der Rat wissenschaftlicher Expertinnen und Experten war selten so gefragt wie in dieser von Corona-Epidemie, Klimakatastrophe, digitaler Transformation und von zugespitzten sozialen Krisen geprägten Zeit. Selten war die Bedeutung von Wissenschaft so stark, nimmt sie aufgrund ihrer Expertise Einfluss auf die öffentliche Debatte und auf politische Entscheidungen. Selten wurde aber – und dies ist die Kehrseite – wissenschaftliche Forschung in Öffentlichkeit und Politik so kontrovers diskutiert, in Frage gestellt oder durch Wellen von Fake-News relativiert. Politische und wissenschaftliche Öffentlichkeit sind durch die sozialen Medien einem weitreichenden Wandel unterworfen.

In dieser Ausgabe soll es um einen Aspekt der aktuellen Debatte um die gesellschaftliche Funktion von Wissenschaft gehen, nämlich um das Verhältnis von Wissenschaft und sozialer Praxis, speziell um das Verhältnis von Wissenschaft und Gewerkschaften.

Bernd Kaßebaum: Studium und Beruf(lichkeit) – ein Vorschlag für mehr Durchlässigkeit

Ausgangspunkt des Beitrags „Studium und Beruf(lichkeit) – ein Vorschlag für mehr Durchlässigkeit“ von Dr. Bernd Kassebaum ist, dass Hochschulen mittlerweile Orte wissenschaftlicher und beruflicher Bildung geworden und Hochschulen gefordert sind, Studierende auf die damit verbundenen – beruflichen – Praxisfelder vorzubereiten. Er vertritt die These, dass ein modifiziertes Konzept von Beruflichkeit geeignet ist, sowohl für die berufliche wie auch hochschulische Bildung Konzepte zu entwickeln, um berufliche Lernprozesse zu konzipieren.

Editorial

Der Anspruch dieser Ausgabe ist es Akzente zu setzen, Akzente in einer komplexen und notwendigen Debatte. Nicht mehr und nicht weniger. Wir möchten explizit nicht von Werteerziehung sprechen, sondern von einer Werteorientierung in Bildung. Wir knüpfen damit an einen Diskurs an, der sich kritisch mit Werteerziehung auseinandersetzt. Bezugnehmend auf Oskar Negt, bildet die Auseinandersetzung mit den demokratischen Werten der bürgerlichen Gesellschaft einen nicht unwichtigen Teil einer emanzipativen politischen Bildung. Es geht um Menschenwürde, Demokratie und soziale Gerechtigkeit.