Dieter Dohmen: Mythos datenbasierte Steuerung – Warum Daten das Bildungssystem nicht retten und was wirklich nötig wäre
Der Bildungs- und Sozialökonom Dieter Dohmen kritisiert, dass hierzulande Daten oftmals nicht als „Mittel“, sondern als „Ersatz“ für Reformen betrachtet werden. Solange datenbasierte Steuerung aber primär bedeutet, Symptome im Bildungsbereich zu vermessen, statt Ursachen zu beheben, gerät sie für Dohmen zum technokratischen Schlagwort oder gar zu einer „Steuerungsromantik“. In seinem Beitrag zeigt er die Grenzen dieses Steuerungsparadigmas auf und skizziert, welche strukturellen und pädagogischen Reformen notwendig wären, damit Daten nicht nur Probleme dokumentieren, sondern tatsächliche Verbesserungen ermöglichen. Verbesserungen, die Kinder und junge Menschen heute brauchen und nicht erst, wenn das nächste Datengroßprojekt etabliert ist.



