Birgita Dusse: Wozu auf Daten warten? Kritische Anmerkungen zu den Plänen für ein Bildungsverlaufsregister und eine Schüler*innen-ID aus Sicht der GEW
Unter den DGB-Gewerkschaften hat sich bislang nur der Vorstand der GEW zur Schüler-ID und zum Bildungsverlaufsregister positioniert. Und zwar ablehnend. In ihrem Beitrag erläutert Birgita Dusse die Argumente der Bildungsgewerkschaft, die sich zum Beispiel auf Datenschutz, Grundrechte, Professionspolitik, Pädagogik und das Bildungsverständnis beziehen. Sie betont die Prinzipien der Datensparsamkeit und die „digitalen Grundrechte“ von Lehrenden und Lernenden. Nach Jahrzehnten der Standardisierung und Leistungstests hat sich nahezu nichts an den Defiziten des Schulsystems geändert. Dabei liegen die bildungspolitischen Antworten schon lange auf dem Tisch. Bestehende Dateninstrumente und -bestände könnten bereits jetzt besser und konsequenter genutzt werden. Das gilt auch für den Übergang von der Schule in die Ausbildung.



