Berufe prägen unsere Zeit

Von: Prof. Dr. Franz Kaiser (Professor für Berufspädagogik an der Univ. Rostock)

Prof. Dr. Franz Kaiser

Professor für Berufspädagogik an der Univ. Rostock

Prof. Dr. Franz Kaiser wurde 1964 in Flörsheim am Main als Franz Schapfel geboren und wuchs im Rheinhessischen bei Mainz, umgeben von katholischer Soziallehre und rheinischer Fastnacht, auf. Nach dem Abitur ging er in einer kleinen Schreinerei in die Lehre und studierte nach der Ausbildung zum Tischler an der Technischen Universität Darmstadt Architektur, Katholische Theologie und Pädagogik um Lehrer an einer Berufsschule zu werden. Dieses von der Hans-Böckler-Stiftung unterstützte Studium schloss er mit dem Staatsexamen ...
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„Nach einer Weile braucht man keine Uhr mehr“; sagt ein Erfurter Straßenbahnfahrer in einem Interview im Rahmen einer Untersuchung zum Zeiterleben in Berufen[1].

Für sein berufliches Handeln ist es nicht relevant, welche Zeit die Uhrzeit anzeigt, sondern welche Zeit der „IBIS“ an seinem Fahrerplatz anzeigt. Dieses Gerät gleicht permanent die Bewegung der Straßenbahn mit der geplanten Ortsveränderung der Straßenbahn ab, die im Fahrplan vorgesehen ist. „… wenn die Fahrzeit nicht eingehalten wird, dann bekommst du eine Nachricht: ´bitte Fahrplanzeit einhalten´ oben auf dem Display zu sehen.“. Nach einer Weile sind die Bewegungsabläufe internalisiert und ebenso die vorgesehenen Zeiten, die zwischen den, immer wieder von den Fahrern angefahrenen, Haltestellen vorgesehen sind. Dann kann auch der Blick auf die „interne Uhr des Straßenbahnsystems“ entfallen. Der Fahrplan bestimmt die Zeit, so die übereinstimmenden Aussagen der Straßenbahnfahrer.

zeitnehmen

In einer vollkommen anderen Weise stellt sich das Zeiterleben von Künstlern dar, wie sich aus Aussagen eines Fotografen zeigen lässt. „… beim Fotografieren selber habe ich überhaupt gar kein Zeitempfinden … und ich guck‘ da auch nicht auf die Uhr.“ Sein für ihn selbst begrenzender Faktor ist die Qualität des Bildes, von dem eine vage Vorstellung zuvor in seinem Kopf existiert. Im richtigen Augenblick, der nicht bewusst von ihm selbst bestimmt werden kann, lässt es sich realisieren. Es ärgert ihn, wenn seine Kunden nicht die notwendige Zeit mitbringen, um das Beste herauszuholen. Dennoch sind sie es, die Zeitvorgaben machen, dadurch, „…dass jemand nur begrenzt Zeit hat.“

Kreativität kann man nicht erzwingen.
Der beste Umgang mit der Zeit ist, die Zeit zu ignorieren (Fotograf)

Diese wenigen Schlaglichter, die die beruflich geprägten Formen des Umgangs mit Zeit aufblitzen lassen, sollen uns hinführen zu einer abstrakteren Ebene des Vergleichs von Berufen.

augenblick

Phänomene der Zeit in Berufen – Ähnlichkeiten und Unterschiede

Könnte man die Straßenbahnfahrer beschreiben als eine Berufsgruppe, die sich in einer Fremdzeit getaktet erleben, weil der Fahrplan nicht von ihnen gesteuert werden kann, sondern die Dauer ihrer Handlungen vielmehr vom Fahrplan bestimmt werden, so finden wir beispielsweise in den beruflichen Handlungen von Bauleitern auch die hohe Anforderung, ihre Handlungen und die ihrer Mitarbeitenden auf vorgegebene / vereinbarte Fertigstellungszeiten hin zu takten. Aber der entscheidende Unterschied besteht darin, dass sich hier eine Fülle von Freiheitsgraden ergeben, zu welchen Tages- und Wochenzeiten diese Handlungen vollzogen werden und sie beteiligt sind an der Festlegung der Ziele und damit in gewisser Weise ‚Selbstgestalter der Zeit‘. „Ich kann mein Arbeitspensum selbst festlegen und meine Leute eintakten nach der Zeit, wie ich denke, dass es richtig ist.“

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Phänomene im Vergleich

Dieses Element der Orientierung der Zeit an den eigenen Zielen findet sich in sehr deutlicher Ausprägung bei den Künstlern wieder. Die Orientierung an der eigenen Befindlichkeit, am eigenen kreativen Potential wird, überspitzt formuliert, lediglich beschränkt durch Tageslicht beim Fotografen, die Witterungsbedingungen beim Graffitykünstler und die Sicherung der körperlichen Regenerationsbedürfnisse bei allen Künstlern. Dabei werden die begrenzenden Faktoren, die sich aus dem verarbeiteten Material ergeben dann manchmal als hilfreich empfunden. „Und ich benutze, wenn ich mit Öl male, den Trocknungsprozess, um schnell zu arbeiten, und mich nicht zu verlieren in meiner Schaffenskraft.“.

Diese zum Teil radikal erscheinende Zuwendung des eigenen Seins auf den gegenwärtigen Moment, das „Loslassen von Uhrzeit“, findet sich wiederum auch in Aspekten des Zeiterlebens bei Hebammen. Sie sehen es als ihre zentrale Aufgabe an, sich dem jeweiligen Geburtsprozess zu widmen, „… weil die Kinder eigentlich selbst bestimmen, wann sie auf die Welt kommen. … Es ist wirklich wichtig, die Zeit, die ich habe, den Menschen zu geben … Das ist es was einen auszeichnet.“ In dieser Widmung an den gegenwärtigen Augenblick und die Situation von gebärender Mutter und Kind orientieren sich die Hebammen aber im Unterschied zu den Künstlern nicht an der ‚Eigenzeit‘, sondern passen ihre Zeitlichkeit an `fremde´ Zeiten an und haben an dieser Stelle eine Parallele zum Zeiterleben der Straßenbahnfahrer.

Wie kommen diese unterschiedlichen Formen der Zeit in die Berufe?

In manchen Berufen leben noch „alte Zeiten“ (2) Berufe sind ein Produkt unserer historisch entwickelten Arbeitsteilung und insofern ein selbst geschaffenes soziales Konstrukt im Umgang mit natürlichen und sozialen Gegebenheiten. Diese Muster von Qualifikationsbündel und Tätigkeiten, die teilweise zertifikatsgeregelte Zugangsweisen ausgebildet haben, sind häufig präzise gesellschaftlichen Verantwortungsbereichen zugeordnet (Subsystemen, Branchen, Wirtschaftsbereichen, Domänen).

In den konkreten Beispielen von oben begegnet uns das Gesundheitswesen, die Kultur, das Bauwesen und die Bereiche von Transport und Logistik. Diese Bereiche haben sich in der historischen Entwicklung zu unterschiedlichen Zeiten verselbständigt und ihre je eigenen Subsystemzeiten ausgebildet und Mechanismen der Kopplung an die Weltzeit, die uns in Form der weltweit standardisierten Uhrzeit begegnet.

Die Bewältigung komplexer Bauvorhaben ist einer der ersten Impulse für die Entwicklung der Zeitmessung. Sie diente der systematischen Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen und der Koordination komplexer Bauvorhaben.

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Koordinationsanforderungen bei der Errichtung des Obelisken auf dem Petersplatz in Rom

So ist es nicht überraschend, dass sich die beschleunigende Verwertungslogik des Kapitals in den Planungsprozessen der Bauwirtschaft voll niedergeschlagen hat und dementsprechend jede Verlangsamung eines Prozesses in diesem Zusammenhang einen Finanzverlust bewirkt. Damit einher geht im beruflichen Handeln in diesem Zusammenhang eine Zurückweisung der aus der Sache hervorgehenden zeitlichen Rhythmik mit all ihren Konsequenzen hinsichtlich der Orientierung der dort Arbeitenden und der damit einhergehenden Konflikte.)[2]

„Des Bohre und des Singe, des kann mer net erzwinge“, sagt ein Bauleiter, der mit Horizontalbohrungen zu tun hat und fährt fort; „…also muss man eine gewisse Geduld mitbringen und darf sich von dem Druck, den mitunter Auftraggeber versprühen, weil sie es eben in einem oder zwei Tagen gemacht haben wollen, nicht anstecken lassen.“ In dieser Aussage spiegelt sich das Spannungsverhältnis der unterschiedlichen Anforderungen wider. So findet sich hier also ein gesellschaftlicher Teilbereich, dessen Zeitlichkeit überwiegend eng gekoppelt ist an zeitliche Vorgaben aus anderen Systemzeiten, wenn Bohrungen bspw. die vorübergehende Stilllegung von Werksteilen bedingen.

„Des Bohre und des Singe, des kann mer net erzwinge“

Diese enge Kopplung finden wir auch bei den Straßenbahnfahrern wieder. Der Transport von Waren und Personen hat seit jeher eine raumüberwindende Verbindung zwischen zwei Orten innerhalb einer mehr oder minder genau bestimmten Zeit vorgesehen. Durch die Suche nach kürzeren Verbindungswegen, verbesserten Schiffen etc. entwickelte sich hier schon früh eine lange Tradition der Beschleunigungsversuche und genauen Bestimmung der Zeit. [3]

So hat gerade die Eisenbahn als Transportmittel eine Fülle neuer Implikationen zeitlicher Koordinierung erzeugt und die Takte enger gemacht. „Die Eisenbahn nimmt den Reisenden den Bezug zur durchreisten Landschaft, und wird zu einem gesonderten Raum, der zwei Orte miteinander verbindet. … Dies erzeugt unter anderem die Merkwürdigkeit, dass mehrere Uhren mit unterschiedlichen Zeiten an einem Bahnhof angebracht sind, weil sie die Zeiten der jeweiligen Eisenbahngesellschaft anzeigen.“[4]

Das Gesundheitssystem hat, bei allem kapitalorientierten Wettbewerb der jüngeren Zeit, eine Tradition der Abkopplung der Kranken aus der Weltzeit, die dem Genesungsprozess seine „eigene Zeit“ zugesteht. Diese zeitliche Entkopplung spiegelt sich auch an der räumlichen Aussiedlung von Sanatorien und Kurhäusern.

Diese Abkopplung findet sich auch im Bereich der Kultur- und Brauchtumspflege. Sie hat sich traditionell mit Feiertagen zur Identitätsstiftung von Gemeinschaften aus der normalen Zeit ausgekoppelt. „Der Sabbat sollte ein Erlebnis der Gemeinschaft sein, das nicht um das Bemühen um Geld und Produktion gestört wurde.“[5]

Diese Distanz kulturbildender Handlungen zur standardisierten Uhrzeit lässt es uns auch heute nicht sinnvoll erscheinen, wenn sich ein künstlerisch arbeitender Maler beeilen sollte und wir im Umkehrschluss mal schnell durch ein Museum rennen, um möglichst viel Kunst in uns aufzunehmen.

Berufe bergen also als sozial konstruierte Subkulturen einer Gesellschaft in sich Zeitvorstellungen und -strukturen vergangener Zeiten, weil diese in ihren jeweiligen Bezugssystemen eine erhöhte Relevanz haben.

Damit bestätigt sich die soziologische These, dass es keine Einheit der Zeit mehr gibt. „Mit der Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft, in der Subjektivität allmählich zu einem neuen Bezugspunkt wurde, entstand auch die partielle Herauslösung aus einer gemeinsamen Zeit“[6].

Es gibt keine Einheit der Zeit mehr

Zugleich verdeutlicht sich daran die prägende Wirkung von Berufen auf die Persönlichkeit der darin Handelnden, um nicht zu sagen deren Sein. „Die Berufe gestatten als `Subjektschablone´ dem einzelnen normalerweise nur sehr wenig Freiheitsgrade der individuellen Ausgestaltung: Die Berufsform negiert durchweg individuelle Unterschiede und Eigenheiten und hobelt sie glatt.“[7]

Welche Folgerungen ergeben sich daraus für eine emanzipative oder kritisch-selbstreflexive Berufsbildung?

„Wir selbst sind die Zeiten“ oder sind unsere Zeiten wie unser Beruf?

Das als Überschrift gewählte Zitat stammt von Augustinus von Hippo und setzt sich fort: „…wie wir sind, so sind auch diese.“[8] Darin eingelassen ist die Vorstellung, dass der individuelle Mensch seine Zeit gestaltet, je nachdem in welcher Weise und Intensität er sein Leben in das Trachten nach Vollkommenheit seiner Beziehung zu Gott stellt. Diese Gespanntheit der Seele auf Gott hin begegnet uns als Figur auch in den Heideggerschen Abhandlungen über das Verhältnis von Sein und Zeit im gespannten Zustand des Menschen auf das unabwendbare Ende im Tode. Erst wenn der Mensch sich dieses Ende vergegenwärtigt, tritt die „eigentliche Zeit“ zutage, die sich von der standardisierten, eingefrorenen Zeit, die nur Abstände zwischen Ereignissen misst, zutiefst unterscheidet. Diese Empfindung, dass uns das eigene Leben in existentiellen Situationen mit seinen Sinnstrukturen in anderer Weise entgegentritt, ist uns vertraut. In diesen Erfahrungen tritt die Möglichkeit zutage, über selbstreflexive Prozesse der eigenen Zeit bewusst zu werden und die eigenen Entscheidungen, für welche Zwecke wir unsere Lebenszeit einsetzen, zu bedenken.

Diese Denkrichtung ignoriert zumeist die Eingelassenheit des Phänomens Zeit in gesellschaftliche Machtstrukturen, deren Gegenwärtigkeit uns bspw. in den römischen Kaisernamen unserer Monate Juli und August begegnet, um nur einen Hinweis zu geben. Sie setzten sich mit den Monatsnamen `ewige´ Denkmäler und lassen uns erinnern, dass Menschen als Cäsaren, Pharaonen, Priester, Herzöge oder Kapitaleigner in Zeiten der Industrialisierung, die Zeit der Untergebenen definierten.[9]

Wir sind uns also bewusst, dass es uns nicht allen in gleicher Weise möglich ist, über die Ausgestaltung unseres Lebens zu entscheiden. Soziale Ausgangssituationen legen unterschiedliche Startbedingungen zugrunde, die sich in den Selektionen in den Bildungsinstitutionen ebenso fortsetzen wie in den Berufswahl- und Rekrutierungsprozessen von Jugendlichen und Unternehmen. „Ungeachtet unterschiedlicher Talente und Motivationen sollten die Individuen neben den gleichen Startchancen für ihre Bildungslaufbahn auch effektiv die gleichen Erfolgschancen während des Laufs behalten, indem die Zufallsergebnisse der natürlichen und gesellschaftlichen Lotterie laufend korrigiert werden.“[10]

Diese Ungleichheiten bestimmen nicht nur die Zugänge zu den Wissensgenerierungsprozessen, die Reflexivität mit unterschiedlich ausgedehnten Horizonten und Komplexität erlauben, sie bestimmen nicht nur die Erschließung finanzieller und kultureller Ressourcen, sondern sie prägen auch die Vorstellungen von dem was Zeit und, damit verbunden, Leben ist. „Die Berufsbedingungen auf höheren Schichtebenen begünstigen die Meinung vom Selbst und der Gesellschaft, was wiederum den Glauben an die Möglichkeit rationaler und zielbewusster Handlung fördert und die Bewertung der Selbstbestimmung erhöht. Die Bedingungen des Berufslebens auf den unteren Schichtebenen begünstigen eine eng umschriebene Vorstellung vom Selbst und von der Gesellschaft und fördern die positive Bewertung von Anpassung und Autorität.“[11]

Diese Wirkungen von Berufen lassen sich auch in den Interviews nachweisen, die sich auch auf die allgemeine Lebensorientierung (Bedeutung von Zukunft, Tod etc.) bezogen. Werden, um bei unseren Beispielberufen zu bleiben, die Bauleiter aus dem unmittelbaren körperlichen Erstellungsprozess freigesetzt, um langfristigere Planungs- und Koordinierungsaufgaben zu übernehmen, so erlangen sie damit zugleich auch Kompetenzen, ihr eigenes Leben von der unmittelbaren Situation zu abstrahieren und alternative Lebensentwürfe zu entwickeln und teilweise auch umzusetzen.

  Das heißt, dass Berufe nur in ungleicher Weise die Möglichkeit bieten, die Zeit zu gestalten und sie zur eigenen Zeit zu machen.

Auch die in diesem Moment gegenwärtige Möglichkeit, sich mit den Gedanken vorgängiger Generationen zum Thema Zeit zu befassen und diese auf Berufe zu beziehen und jene wiederum auf die Wirkungen zu individuellen Lebensverläufen, setzt eine bestimmte Form der Beruflichkeit voraus, die sich aus den unmittelbaren zeitlichen Kopplungen an andere Handlungszusammenhänge freigesetzt hat und es lässt sich vermuten, dass dies bei Ihnen als Leser ebenso der Fall ist.

Im Sinne der Comenianischen Forderung „Allen Alles zu Lehren“ [12] folgt, dass wir einen reflexiven Umgang mit der Zeit für alle ermöglichen müssen. Dieser bedingt nicht nur ausreichend freie Zeit für diese Zwecke, wie Karlheinz Geißler am Beispiel der Rettung des Sonntags und Marianne Gronemeyer an der Befreiung aus der Erwerbsorientierung in der vorliegenden Ausgabe der Zeitschrift herausgearbeitet haben. Nein, ohne die Bedeutung dieser Befreiung schmälern zu wollen, müssen wir selbstreflexive biografisch orientierte Lernprozesse implementieren.[13]

Diese sind als Hilfestellungen für die Selbstgestaltung von Zeit und Befreiung von der fremden Zeit in das allgemeine Bildungssystem implementieren. „Ein Zeitlehrplan müsste kommen, und man müsste lernen die Balance zu finden, zwischen immer alles offen zu halten in der Zukunft, was schlecht ist, und dem allzu frühen Festlegen. … Jeder Schüler sollte in der Lage sein, über eine Strategie zu verfügen, die ihn irgendeinmal raus nimmt aus dem Gefühl der 1.000 Hamsterräder.“[14]

Im Spannungsverhältnis von Selbstbefreiung und freiwilliger Selbstunterwerfung unter die Regularien des Wettbewerbs, in dem wir uns befinden, erlangt Bildung als Moment der Selbstermächtigung, nach der intensiven Betrachtung von Zeit in Berufen erneut eine Unterstreichung.

Die verwandten Quellen ....

[1] Sämtliche Zitate und Untersuchungsergebnisse sind, soweit nicht anders angegeben entnommen aus: Schapfel-Kaiser, Franz: Beruf und Zeit. Pilotstudie zum Zeiterleben in Erwerbsberufen am Beispiel von Hebammen, Straßenbahnfahrern, Bauleitern und Künstlern. Bonn 2008, weitere Informationen unter: www.kibb.de/wlk24267.htm

[2] Senett, Richard Handwerk. Berlin 2008 und auch die Studien von Voss/Pongratz zum Arbeitskraftunternehmer.

[3] Sobel, Dava: Längengrad. Die wahre Geschichte eines einsamen Genies, welches das größte wissenschaftliche Problem seiner Zeit löste. Berlin, 1996

[4] Schapfel-Kaiser 2008, S. 70f

[5] Schmitz, Peter: Schöpfung-Sabbat-Zeit. In: Held, M.; Geißler, K.A. (Hrsg.): Ökologie der Zeit. Stuttgart 1993, S.148

[6] Nowotny, Helga: Eigenzeit. Frankfurt 1995

[7] Beck, Ulrlich, Brater Michael; Daheim, Hans-Jürgen: Soziologie der Arbeit und der Berufe. Hamburg 1981, S.229

[8] Nos sumus tempora, quales sumus, talia sunt tempora ; Augustinus: Predigt 80, 8

[9] Wendorff, Rudolf: Zeit und Kultur. Geschichte des Zeitbewußtseins in Europa, 2. Auflage, Gütersloh 1980

[10] Wissenschaftlicher Beraterkreis von IGM und Verdi: Berufs-Bildungs-Perspektiven 2008. Solidarität und gemeinsame Verantwortung. Berlin, Frankfurt April 2008,  S.21

[11] Kohn, M.L.: Persönlichkeit, Beruf und soziale Schichtung. Stuttgart 198,1 S.217

[12] Vgl. Eckert, Manfred: Vorlesung Didaktik beruflichen Lernens I, Sitzung 1, download unter: http://www.uni-erfurt.de/ibw/lehre/skripte/D1_01.pdf

[13] Schapfel-Kaiser, Franz: Vom verstreuten Treibholz zum Floß. Lernen an und Lernen mit der Biografie in der beruflichen Bildung. Ein Aspekt kritisch-subjektorientierter Berufspädagogik. In: Rützel, Josef, Sesink, Werner (Hrsg.) Bildung nach dem Zeitalter der großen Industrie. Jahrbuch Pädagogik. Frankfurt 1998

[14] Rosa, Hartmut: Zeit und Wahrnehmung in der Bildung. In: Zeitpresse. Forum des Vereins zur Verzögerung der Zeit. Heft Sommer 2008, S. 17