Eine Initiative zur Nachwuchsgewinnung der Metall- und Elektroindustrie: Keine Schwellenangst

Zum Ende der schulischen Laufbahn stellt sich für alle Schüler die gleiche Frage: Was soll ich werden? Gerade schwächere Schüler haben noch immer Probleme einen Ausbildungsplatz zu finden und werden zunächst im Übergangssystem aufgefangen. Genau hier, an der Schwelle vom Übergang von der Allgemein- zur Berufsbildung setzt die M+E Initiative an.

Die M+E Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, dem Fachkräftemangel in der Metall- und Elektroindustrie effektiv und strategisch wirksam zu begegnen, um so langfristig Nachwuchskräfte für die Unternehmen zu sichern. Zu den Partnern zählen zurzeit u. a. die IG Metall, das Netzwerk Maschinenbau Niedersachsen, der Bund Katholischer Unternehmer, der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und weitere Unternehmen vor allem der Automobilbranche wie Volkswagen Service Deutschland und Toyota Deutschland. Die initiative versteht sich als ein Netzwerk auf Bundesebene und will ausbildende Betriebe dazu animieren, bei der Werbung und Einstellung von Auszubildenden stärker auf andere Eignungskriterien als auf Schulabschlüsse und Schulzeugnisse zu setzen. Vor allem die Vorfeldarbeit im Rahmen eines lokalen Übergangsmanagements wird wichtig. Die M+E-Initiative will diese Möglichkeiten vor allem auch mittelständischen Betrieben nahebringen.

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Der Demografie geschuldet

Die demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen stellen die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie vor neue Herausforderungen. Es wird zunehmend schwerer, qualifizierte Auszubildende zu finden. Rückläufige Schülerzahlen werden diese Entwicklung noch verschärfen. Leistungsstarke Schüler sind rar, dagegen fallen Jugendliche mit weniger qualifiziertem Schulabschluss und schlechteren Schulnoten durch die Raster der herkömmlichen Bewerbungsverfahren. Hier heißt es umzudenken und die Schulnoten nicht als alleiniges Kriterium heranzuziehen, wenn es darum geht zu prüfen, ob ein Schüler sich für den Ausbildungsberuf eignet oder nicht.

Potenziale erkennen

Es kommt also darauf an, auch bei schwächeren Kandidaten Potenziale für die angestrebte Berufsausbildung zu erkennen. Das heißt, Unternehmen müssen neue Wege beschreiten, um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter anzuwerben und auch langfristig zu binden. Die M+E Initiative fördert daher eine intensivere Zusammenarbeit von Schulen und ausbildenden Betrieben. Es geht um Kompetenzen, die in der Berufsbildung benötigt werden, aber aus der Allgemeinbildung stammen. Auf diese Schnittstelle zielt die M+E Initiative, indem sie sowohl auf die beiden letzten Jahre der Allgemeinbildung, als auch auf das erste Jahr der Berufsausbildung blickt. Schulen und Lehrer agieren und verstehen sich dabei als Partner der Unternehmen.

Brücken schlagen

Es gilt, eine neue Kultur der Zusammenarbeit von Betrieben und Schulen im Sinne eines intelligenten Übergangsmanagements von der Schule in den Beruf zu pflegen. Unternehmen, die aktiv und zielgerichtet nach qualifizierten Auszubildenden suchen, haben längerfristig mehr Erfolg ihre Nachwuchskräfte zu sichern und nehmen überdies ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Und nicht zuletzt profitieren auch die Schülerinnen und Schüler von dieser Initiative. Sie erkennen die Phase der Berufsorientierung und -wahl als einen entscheidenden Moment in ihrer Schullaufbahn und gestalten den Übergang von der Schule in den Beruf aktiv mit.

Das Übergangsmanagement muss effizient und zielorientiert ausgelegt sein, um den gewünschten Erfolg zu haben, nämlich allen Schülern eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen.

Kontakt:

Interessierte Unternehmen und Betriebsräte können Kontakt aufnehmen über Lux Kultur Agentur GmbH, Silke Haubenreißer, Kapuzinerstraße 9, 80337 München, Tel.: 0 89 / 54 40 77 – 0, E-Mail: info@lux-pk.de