Wert auf Vielfalt im Unternehmen - dazu gehören auch Auszubildende mit den unterschiedlichsten Schulabschlüssen

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Daimler oder besser Benz hat sich an einem Mannheimer Projekt für Schulabgänger mit Vermittlungsschwierigkeiten beteiligt. Das Motto war „Neue Wege in die Ausbildung“. Was war damit gemeint?

Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten haben in der Regel geringe Chancen auf einen attraktiven Ausbildungsplatz, sie fallen durch die Raster der herkömmlichen Bewerbungsverfahren. Die Idee des Projektes war es, Ausbildungsplätze für diese jungen Menschen bereit zu stellen, sie zu begleiten, ihre Stärken zu unterstützen und ihnen damit eine Teilnahme am Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Sie haben dieses Projekt hier im Werk maßgeblich getriggert. Was hat Sie dazu bewegt, sich für dieses Programm zu engagieren?

Die Ausbildung hat bei uns im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Wir bieten jungen Menschen, auch denen, die nicht die optimalen Startvoraussetzungen haben, eine berufliche Perspektive. Damit werden wir unserer sozialen Verantwortung gerecht. Mit der Berufsausbildung sichern wir unseren Fachkräftenachwuchs und damit auch unseren Unternehmenserfolg.

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Azubis gemacht, die über das Projekt Neue Wege zu Daimler kamen?

Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht. Alle Lehrlinge haben die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Glauben Sie, dass Hauptschüler grundsätzlich in modernen Facharbeiterberufen ausgebildet werden können?

Ja! Nach meiner Erfahrung haben viele Hauptschüler ihre Stärken im praktischen Lernen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung ist wie bei allen anderen Schulabgängern auch, dass eine Neugierde auf Neues und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen vorhanden ist.

Was halten Sie von Schulabschlüssen und Schulzeugnissen?

Wir haben unsere Anforderungen an die potentiellen Auszubildenden auf das jeweilige Berufsbild zugeschnitten. Neben den schulischen Leistungen spielen besonders die sozialen Kompetenzen eine große Rolle. Wichtig ist, dass die Azubis ihre jeweiligen Stärken einbringen und sich gegenseitig unterstützen –  so kann jeder von den Stärken des anderen profitieren. Grundsätzlich legen wir Wert auf Vielfalt im Unternehmen – und dazu gehören auch Auszubildende mit den unterschiedlichsten Schulabschlüssen.

Was halten Sie von der sogenannten Bestenauslese in der Einstellpraxis der Betriebe und worauf kommt es in Zukunft bei der Nachwuchsgewinnung an?

Der beste Bewerber ist für uns immer der, der mit seinen Stärken am Besten zu dem Berufsbild passt, für das er sich interessiert. Wir starten unser Auswahlverfahren so rechtzeitig, dass wir unsere Ausbildungsplätze mit hochqualifizierten  Auszubildenden besetzen können. Bereits im Sommer 2010 haben wir den Auswahlprozess für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2011 gestartet.