Analyse Interessenvereinbarungen: Der Ausbilder in der betrieblichen Ausbildung

Der AusbilderIn ist eine wichtige Bezugsperson in der betrieblichen Ausbildung und die Definition seiner Aufgaben und seiner Rolle deshalb auch Gegenstand betrieblicher Regelungen. Deshalb hat der Erziehungswissenschaftler Gerd Busse im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung 24 Betriebs-Vereinbarungen aus den Jahren 1979 bis 2008 ausgewertet, die die Tätigkeit als AusbilderIn regeln, seine Qualifizierung, die Rolle, die er oder sie in der Ausbildung spielt und die Anforderungen an das Verhalten den Auszubildenden gegenüber, die Stellung in der betrieblichen Hierarchie sowie Aufgaben, Arbeitszeiten, Freistellungen, Eingruppierungen und Vergütungen. Nicht zuletzt geht es auch um die Beteiligung des  Betriebsrats und der JAV an der Bestellung von Ausbildern und an Ausbilderbesprechungen. WAP dokumentiert die Studie im Dateianhang.

Es wird gezeigt, welche Regelungstrends bestehen und wie die betrieblichen Akteure das Thema AusbilderIn in der betrieblichen Ausbildung aufgreifen. Die Auswertung verfolgt dabei nicht das Ziel, Regelungen zu bewerten, die Hintergründe und Strukturen in den Betrieben und Verwaltungen sind uns nicht bekannt. Ziel ist es, betriebliche Regelungspraxis abzubilden, Trends aufzuzeigen, Hinweise und Anregungen für die Gestaltung eigener Vereinbarungen zu geben.

Wer ist der Autor?

Dr. Gerd Busse, Studium der Erziehungswissenschaften, Politik und Niederlandistik in Göttingen, Amsterdam und Berlin. Arbeitsschwerpunkte: berufliche Bildung und Arbeitsmarkt, insbesondere im deutsch-niederländischen Kontext.