Beiträge aus der Ausgabe
03-16: Das ist ein Muss – Digitalisierung und Facharbeit in Einklang bringen.

Editorial

jaichDigitalisierung, Industrie 4.0, Arbeit 4.0, oder wie auch immer dieses Phänomen genannt wird, ist in aller Munde. So vielfältig die Begriffe, so vielfältig auch die Facetten seiner Deutung. Im Editorial zeigt Dr. Roman Jaich, die Vielfalt und ordnet sie ein. In dieser Ausgabe von DENK-doch-MAL.de Digitalisierung und Facharbeit, kann der Digitalisierungsdiskurs nicht in seiner ganzen Breite ausgerollt werden. Wir konzentrieren uns auf Aspekte, in denen Bildung eine Rolle spielt. […]

Michaela Evans & Wolfram Gießler: TECHNIK verändert, ARBEIT verändert TECHNIK, verändert…

Digitalisierung führt voraussichtlich nicht nur in der Produktion zu tiefgreifenden Veränderungen, auch personennahe Dienstleistungen sind hiervon betroffen. Wolfram Gießler vom Bildungsinstitut Essen und Michaela Evans vom IAT machen am Beispiel der Gesundheitswirtschaft deutlich, das auch der Dienstleistungssektor von Auswirkungen der Digitalisierung nicht verschont bleibt.Der aktuelle Diskurs zur digitalen Technik kann, aus der Sicht der Autoren, "einen wichtigen Anstoß zur Aufwertung, institutioneller Weiterentwicklung und Strategiefähigkeit der Arbeitspolitik im Bereich personenbezogener Dienstleistungen liefern."       […]

Hans-Jürgen Urban: Die Humanisierungsaktivisten müssen sich ihre Chancen erkämpfen

Urban2Nach Dr. Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, ist die Berufsbildung ein Schlüsselelement, um das Potenzial für eine humane Digitalisierung zu erschließen. Er formuliert zehn Thesen, in denen die Eckpunkte einer Berufsbildungspolitik beschrieben werden, die die umfassenden Interessen der Beschäftigten an guter Arbeit und entsprechenden Arbeits- und Lernbedingungen zum Ausgangspunkt macht und die auf die Entfaltung der Humanisierungspotenziale digitaler Wertschöpfung zielt.     […]

Anja Kramer: Digitalisierung aus europäischer Perspektive

Digitalisierung ist nicht nur ein nationales Thema, daher wird dies auch im transnationalen Kontext diskutiert. So hat der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss hat in einer Stellungnahme die digitalisierungsgetriebenen Veränderungen der Arbeit und deren Auswirkung auf die Arbeitsmärkte und die Beschäftigung zum Thema gemacht. Anja Kramer vom Bildungswerk ver.di Niedersachen beschreibt diesen Prozess und macht deutlich, dass die europäische Ebene durchaus wichtig ist, bei diesem Thema in den Blick genommen zu werden. […]

Für Sie gelesen – Die digitale Bildungsrevolution von Jörg Dräger & Ralph Müller-Eiselt

Dr. Klaus Heimann bespricht das Buch Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt „Die Digitale Bildungsrevolution“: Nach ihrer Auffassung ist die Zukunft des Lernens digital. In ihrem Buch zeigen sie, wie die vernetzte Welt nicht nur unser Bildungssystem, sondern auch unsere Gesellschaft verändert. Ihre starke, wenn auch nicht belegte bildungspolitische These: bisherige Bildungsverlierer bekommen neue Chancen und alte Eliten geraten in Bedrängnis. Aber sie warnen auch: Digitale Bildung erfasst Unmengen von Daten. Es droht der gläserne Lerner, der im Netz unauslöschliche Spuren hinterlässt und Opfer von Algorithmen und Wahrscheinlichkeiten ist. […]

Uwe Elsholz: E-Learning kills university!?

Eine etwas andere Sicht der Auswirkung der Digitalisierung auf das Bildungssystem zeigt Prof. Dr. Uwe Elsholz von der Fernuniversität Hagen auf. Nach seiner Auffassung müssen die deutschen Hochschulen aufpassen, dass sie hier keine Entwicklung verschlafen. Wenn digitale Medien erst einmal Hochschulabschlüsse ermöglichen werden sie vielleicht überflüssig. Er sagt, es gibt gute Gründe für die Hochschulen, das eigene "Geschäftsmodell" und hier vor allem die gegenwärtige Lehre kritisch in Frage zu stellen und weiter zu entwickeln. "Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Digitalisierung der Bildung letztlch zu derart alternativen Bildungsmöglichkeiten führt, dass die Daseinsberechtigung der Hochschulen als Bildungsinstitutionen und Bildungsort in Frage gestellt wird." […]

Eric Daum & Ralf Meger: Standardisierte Prozesse und individualisierte Kundenanforderungen – ein (un)auflösbarer Widerspruch?

Netzausbau_02Dass die Telekom mit ihren Netzen nicht nur Macher der Digitalisierung ist sondern von deren Wirkung betroffen ist, zeigt Eric Daum, Vorsitzender Gesamtbetriebsrat Deutsche Telekom Kundenservice GmbH und Ralf Meger, Referent beim GBR Kundenservice. Digitalisierung führt zu neuen Geschäftsfeldern und -prozessen, damit bieten sich Chancen für das Unternehmen und deren Beschäftigte. Die Chancen sind aber kein Selbstläufer sondern müssen von den betrieblichen Vertretungen verhandelt werden. […]